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Heute ist der 25., der Tag, den IOGT International zum »Orange Day« erklärt hat. Bei 80% aller häuslichen Gewalt, die an Frauen und Mädchen weltweit verübt wird, ist Alkohol im Spiel. Um dagegen ein Zeichen zu setzen, schlägt IOGT International einen alkoholfreien Tag im Monat vor – dadurch würde die Gewalt weltweit schon um 2% abnehmen. Ein kleiner Schritt für eine solch kleine Organisation, wie sie IOGT International auf der Weltbühne darstellt, aber einer mit Symbolwirkung. Zur Freiheit ermuntern – »Inspire Freedom« – nennt IOGT International die Kampagne.

Meine Kleider-Wahl fällt heute darum leicht: orange soll sie sein. Bei der Hose war es nicht so einfach. Orange gekleidet sind nur die Ausübenden von Berufen, die im Straßenverkehr arbeiten und überleben müssen – für eine Aktion mit Symbolcharakter ist mir die Berufskleidung jedoch zu kostspielig. Die Alternative in Kombination mit dem orangen T-Shirt erzeugt zwar Augenkrebs, aber für Außenwirkung in der Öffentlichkeit ist sie sicher ein Hingucker. Leider bleiben die Temparaturen um die 10 Grad, also kein offensives T-Shirt-Wetter.

Orange Day T-Shirt

Joachim Zöhrens fährt uns von der Husumer Jugendherberge zum Guttempler-Zentrum in Mildstedt, wo unsere Räder die Nacht verbracht haben. Wir freuen uns mit den Mildstedtern über den bebilderten Artikel in der lokalen Presse, der heute erschienen ist. Christian und ich verabschieden unseren gestrigen Mitfahrer Lutz, der den Heimweg nach Flensburg antritt, und machen uns auf den Weg ins rund 60 km entfernte Rendsburg, wo wir um 16 Uhr erwartet werden.

Heute wollen wir lieber abseits der viel befahrenen Straßen in Ruhe unsere Tour genießen. Dadurch werden uns auch ganz neue Eindrücke von Schleswig-Holstein vermittelt:

  1. Es gibt zwei höhere Erhebungen auf dem Weg, die wir beide auch voll mittig nehmen. Chris' Fahrtenschreiber misst 40 Höhenmeter, die wir auf und ab gefahren sind. Das ist für die Gegend nahezu alpin und wir genießen den sich bietenden Rundblick.
  2. Schleswig-Holsteins Radwegnetz-Beschilderer haben ein anderes Verständnis von befahrbaren Radwegen als ich. Ein von Forstwirtschaftsmaschinen zerpflügter Sandweg im Wald gehört für mich definitiv nicht dazu. Nach den drei Kilometern im Treibsand verspreche ich mir selbst, künftig nur noch meinem Navi zu vertrauen, auch wenn die Strecke 10 km länger wird.
  3. Die letzte »Hexe« von Stapelholm wurde am 14. April 1619 – nach erfoltertem »Geständnis«, unter anderem mit einem schwarzen Pferd durch die Luft geritten zu sein – zum Tode verurteilt und kurz darauf auf dem Scheiterhaufen zu Tode gequält. Dagegen hätte auch der Orange Day nicht geholfen.
  4. In Bergenhusen einen Storch zu fotografieren, ist nichts Besonderes. Man muss nur um die Ecke gehen und hat schon den nächsten viel näher vor der Kameralinse. Nach dem zehnten Storchennest verliert das Erlebnis seinen Reiz – »ah, noch so'n Viech« – und die bedauernswerten zehnten Störche von Bergenhusen bleiben auf immer unfotografiert.
  5. In Fünfmühlen gibt es mindestens eine. Sie heißt Gisela.

An der Kanueinsatzstelle bei der »Nato-Brücke« in Süderhöft machen wir Mittagspause und ich beeindrucke Chris mit der mitgeführten autonomen Kaffeeküche. Nato-inspiriert denke ich an unsere neutral gebliebenen schwedischen Freunde von IOGT-NTO, die letztes Jahr an meinem Geburtstag eine eigene Kaffeemarke auf den Markt gebracht haben, mit dem schlichten Namen »Kaffet«, was auf deutsch »Der Kaffee« heißt. IOGT Schweiz hatte mit deren letzter Rundschau ein Pfund ausgelobt und ich war der glückliche Gewinner.

Das weitgereiste Kaffeepaket wird nun an der Treene geöffnet und degustiert. Für deutschen/schweizer Kaffeegeschmack vielleicht ein wenig zu mild, aber es kommt sofort die typisch schwedische »Fika«-Stimmung auf – dieses Wort steht für gemütliche Kaffeepause. An unserer Kaffeepausenstelle erfahren wir noch, dass es auch Promillegrenzen für Kanufahrer gibt – offenbar dürfen nur Radfahrer mit 1,6 ‰ durchs Land torkeln. »Bei diesem Wert könnte ich mein Fahrrad nicht einmal mehr schieben«, schrieb die einstige Bundesdrogenbeauftragte Bätzing-Lichtenthäler.

In Rendsburg treffen wir schon um 14 Uhr ein und gönnen uns darum noch eine kleine Rundfahrt durch die Stadt, bevor wir von der Delegation der vier Rensburger Gemeinschaften in ihrem – dieses Jahr 110 Jahre bestehenden – Guttemplerhaus begrüßt werden. Ein liebevoll handgelettertes Plakat heißt uns willkommen und ein Orange Day-inspiriertes Zvieri-Buffet wartet auf Verzehr. Landesvater Hans-Jürgen Kain hat es sich wieder nicht nehmen lassen, uns zu begrüßen und sich bei den Rendsburgern für den Empfang zu bedanken. Christian muss sich aus beruflichen Gründen verabschieden und ich werde morgen meine erste Etappe ohne Begleitung meistern.

Den Abend verbringe ich bei der Familie Hansen – wer in Rendsburg nicht Hansen heißt, muss zugezogen sein, habe ich den Eindruck beim Vorbeifahren an diversen Händlern, Handwerkern und anderen Unternehmen dieses Namens –, die ich schon in der Vergangenheit bei meinen Radtouren besuchte.

 

 

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