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Heute ist die Friedensfahrt-Etappe zwar zehnmal so lang wie die gestrige, allerdings wird mich das nicht aus den Puschen hauen. Außerdem kann ich mir sogar erlauben, ein touristisches Programm in die Route einzuflechten. Nach einem ausgedehnten Frühstück im Fenk-Lannertschen Hof starte ich Richtung Seeheim-Jugenheim und hoffe dabei endlich herauszufinden, warum bei diesem Jugendheim das »d« vergessen wurde.

Begrüßung durch die Guttempler in Langen

Doch die Frage bleibt weiterhin unbeantwortet, denn ich lande im Ortsteil Seeheim, der gleich eine neue Frage aufwirft: warum hat ein hessisches Bergdorf eine Straßenbahn? Die Nähe zu Darmstadt ist zweifellos die Antwort, denn Bahntrasse und Bundesstraße verlaufen parallel und nahezu eben neben den nördlichen Ausläufern des Odenwalds einher. Wer in Bremen aufgewachsen ist, beherrscht das Radfahren neben Straßenbahngleisen, und so gelange ich mühelos nach Darmstadt.

Der hessische Radroutenplaner ist sich mit mit meinen Bickenbacher Gastgebern einig: in Darmstadt muss man die Ludewig-Säule und die Mathildenhöhe gesehen haben, darum führt er die Strecke brav entlang diesen Sehenswürdigkeiten, wovon die Stadt nicht allzuviele aufzuweisen hat, da sie im letzten Krieg fast vollständig zerstört wurde. Den Fünf-Finger-Turm und eine orthodoxe Kapelle werde ich gewahr und begegne dabei einem weiteren Themen-Radler. Baptiste Dublanchet verbindet in 90 Tagen die sieben Hauptstädte Paris, Luxemburg, Brüssel, Amsterdam, Prag, Berlin und Warschau unter dem Motto »Der Hunger der Welt«, um ein Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung zu setzen. Dazu kauft er während seiner 3000 Kilometer langen Tour nichts zu essen, sondern ernährt sich bei Food-Sharing-Projekten und von Resten aus Restaurants und Supermärkten, die sonst in den Müll wandern. Auch Baptiste ist Couchsurfer und Warmduscher, was hier kein Schimpfwort meint, denn auf der Internet-Plattform »Warm Showers« können Radreisende private Unterkünfte finden.

Von Darmstadt schlage ich die Richtung nach Messel ein, um die gleichnamige Grube zu besichtigen, in der früher Ölschiefer abgebaut wurde, in dem man zahllose Fossilien des Eozäns entdeckt hat. In den 70er Jahren wollte man die Grube mit Müll auffüllen und erst eine Bürgerinitiative, getragen von der gesamten Region, hat dies verhindern können. 1995 wurde die Grube Messel als Deutschlands erste Weltnaturerbestätte in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. 2001 hat man bei einer Bohrung festgestellt, dass die Grube ein ehemaliger Maarvulkan war, jedoch viel älter und größer als die bekannten Maare in der Eifel.

Diese Bohrung kann ich im 2010 eröffneten Besucherzentrum in einem kreisrunden Kino bis in die Tiefe von 433 Metern »mitdrehen«, wobei ich heute die Wahl habe, dieses Erlebnis mit einer Schar lärmender Sechstklässler zu teilen oder später ohne. Anhand der Funde in Messel konnte die Geschichte des Pferdes rekonstruiert werden und das meistgefundene Urpferd dient der Stätte als Logo. In die Grube selbst gelangt man nur geführt, bergrechtliche Verbotsschilder warnen vor Eigeninitiative. Von der Aussichtsplattform kann ich aktuelle Ausgrabungsarbeiten verfolgen und beneide die Forscher um ihren stillen und unhektischen Arbeitsplatz und auch darum, dass ihre Forschungsergebnisse kaum für militärisches Totmachen brauchbar sein dürften. Zwei Tonnen Gestein drehe ich heute zusätzlich zu den 40 Rad-Kilometern, denn ein »Drehstein« im Besucherzentrum lädt dazu ein.

Um 16 Uhr habe ich mich mit Volker Martiner von der Langener Gemeinschaft »Oberlinden« verabredet, der mich nach Langen hinein begleiten wird. Ich habe noch genügend Zeit für Grüne Soße, Kaffee und Kuchen und versuche mich währenddessen als Tierfotograf, da die Frösche im Teich hinter dem Bistro gar zu auffordernd quaken. Mit Volker fahren wir an seinem Heimatort Egelsbach vorbei, und nach einem gemeinsamen Eis in seiner Lieblingseisdiele begleitet er mich zu Dieter Billwitz, bei dem ich heute übernachten werde.

Abends hat uns die zweite Langener Gemeinschaft »Erich Gericke« zu ihrer Sitzung eingeladen, der ich fast schon die komplette Friedensfahrt-Geschichte berichten kann, denn über 90 % der Tour sind bereits geschafft. Morgen geht es weiter nach Rodgau.

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