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Morgens verschlafe ich fast das Frühstück – die Idee mit dem Längerschlafen war keine gute. Als Klaus und Dietmar bei Marie, meiner Gastgeberin, eintreffen, beginne ich gerade zu packen. Dafür habe ich aber die Radweg-Route Teuto-Senne von deren Website schon auf mein Navi kopieren können. Mit ihr begegnet mir die erste vorbildliche Radwanderweg-Website, die einem nicht teure Karten und Bücher bei einem Menschenschinder andrehen möchte, sondern schlicht eine Garmin-fähige GPS-Datei zum kostenlosen Herunterladen zur Verfügung stellt.

Die Guttempler-Friedensfahrt erreicht die erste Station in NRW: Bielefeld

Von Sutthausen nach Holzhausen und Hagen a.T.W. geht es munter bergan, aber immer mit kurzen Abwärtsstrecken dazwischen, so dass beim Fahren immer wieder erholsame Rollpausen auftreten. In Bad Iburg fahren wir unter der Burg entlang nach Bad Rothenfelde, in dem reges Kurtreiben herrscht. Anschließend erreichen wir den Ort Hilter, der früher sicher einmal Adlof hieß und sich nach 1945 aus einsichtigen Gründen umbenannt hat …

Im Verhältnis zu den kurzen Anstiegsstrecken folgen jetzt eher längere Abschnitte, auf denen wir leicht abwärts rollend zügig vorankommen. Mein Navi ist mit der Route des Teuto-Senne-Radweges unzufrieden und schlägt unterwegs immer andere Strecken vor, so dass wir ab Bad Rothenfelde einfach nur noch der Radweg-Beschilderung folgen, die jedoch nicht immer das Teuto-Senne-Logo zeigt. Unbemerkt haben wir zwischen Hagen und Bad Iburg bereits einen Zipfel Nordrhein-Westfalens durchfahren, nämlich Holperdorp. Dort liegt auf dem höchsten Punkt ein stattliches Boot in einem Garten. Hier bereitet man sich also schon auf die Folgen der globalen Erwärmung vor, die den Teutoburger Wald demnächst zur Küstenregion werden lässt.

Hinter Bad Rothenfelde ist es dann endlich soweit: in Bockhorst erreichen wir Nordrhein-Westfalen und die Radweg-Beschriftung wechselt von grün nach rot. Dietmars Mission ist nun zwar offiziell beendet, dennoch fährt er auf dem Rad weiter mit, obwohl der Radweg Teuto-Senne mit seiner Bahnnähe wirbt. In Borgholzhausen hat man dem Kriegerdenkmal ein Peace-Zeichen hinzugestrickt und in Halle hat der örtliche Damenmoden-Mäzen ein dickes Stadion nach sich benennen lassen, auf das an allen Ecken und Enden der Stadt hingewiesen wird. Für die Radwegbeschilderung hat dann aber wohl das Geld gefehlt, vermutlich gelingt das erst, wenn ein Gerry-Weber-Radweg angelegt wird.

Auf unserer Strecke überqueren wir mehrmals die A 33 in unterschiedlichen Aggregatzuständen. Einige Stücke zwischen Osnabrück und Bielefeld fehlen noch und wir überqueren eine frisch gerodete Trasse, wo wir in einem Jahr wohl nicht mehr durchkommen werden. Die Bundesstraße 68 ist so dicht befahren, dass wir fast fünf Minuten brauchen, um sie zu überqueren – hier dürfte der umstrittene Autobahnbau wohl doch zu einer Entlastung in den betroffenen Ortschaften führen.

Kurz vor unserer Ankunft in Bielefeld gibt es noch einen kurzen, aber kräftigen Schauer, und wir freuen uns auf die wärmenden Räume im Bielefelder Guttemplerhaus. Dort hat man aber wohl nicht geglaubt, dass wir es tatsächlich schaffen würden, um 15 Uhr einzutreffen und das Haus ist noch unbesetzt. Die Eisdiele um die Ecke bietet Asyl und kurz vor 16 Uhr sind dann alle bereit zum Empfang. Hans-Jürgen Franz, Bezirksbürgermeister von Bielefeld-Mitte, begrüßt uns mit den Bielefelder Guttemplern, und auch der Pressevertreter erscheint. Der will jedoch nichts von uns Friedensfahrern wissen, was er mit unverblümter, westfälischer Direktheit mitteilt, sondern eher wie es dazu kam, dass Anfang des 20. Jahrhunderts im Guttemplerhaus ein vegetarisches Restaurant betrieben wurde. Auf den Artikel sind wir nun alle gespannt. Morgen trennen sich Dietmars und meine Wege und ich fahre allein weiter nach Hamm.

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