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Heute geht die Fahrt zur wohl unbekanntesten Guttempler-Gemeinschaft in Deutschland. Ich jedenfalls war noch nie in Wusterhausen, weiß nicht einmal, wo das liegt, außer dass es zwischen Lüchow und Berlin eine ideale Etappenstation bildet.

Ankunft bei den Guttemplern in Wusterhausen/Dosse

So starte ich heute bei bestem Radlerwetter südostwärts, sehe mich aber mit stetem mäßigen Gegenwind aus Richtung Berlin konfrontiert. Der wird sich für die nächsten 105 km auch nicht mehr drehen.

Vorbei am herrlich gelegenen Arendsee geht die Fahrt weiter zur Hansestadt Seehausen, über eine radweglose Bundesstraße, die für die nächsten neun Kilometer als Unfallschwerpunkt angekündigt wird. Das macht Mut.

Meinem Navi hatte ich die Zieladresse eingegeben, doch offenbar Fährverbindungen gesperrt. So will es mich ununterbrochen nach Wittenberge über die Elbbrücke schicken, während ich die Fähre vor Havelberg ansteuere. Ständig werde ich zum Wenden aufgefordert, und die Fahrstrecke wird immer länger statt kürzer.

Hinzu kommt eine 25 km lange Rumpelstrecke ab Seehausen, die Freund Hartmut als »räudig« bezeichnen würde. Alle zwei Meter eine Betonnaht und nach der Hansestadt Werben – in der überall durch bunte Stofflappen sichtbar für den Erhalt der örtlichen Grundschule gekämpft wird – folgt Kopfsteinpflaster, neben dem zum Glück aber eine festgefahrene Sanddecke eine Alternative bietet. Ihr Vorteil ist jedoch, dass auch Autofahrer sowas nicht mögen und darum herrscht kaum Verkehr.

Die Elbfähre zuckelt gemächlich über den Fluss und ich wundere mich über die Art ihrer Fortbewegung, die keine nennenswerten Geräusche erzeugt. Das Internet verrät mir, dass sie zum Typ Gierfähre zählt, die technischen Details mögen Interessierte hier nachlesen. Während der Überfahrt verringert sich auf meinem Navi die Strecke um 58 Kilometer, so dass ich eben die für Radler erstaunliche Geschwindigkeit von mehr als Mach 2 erreicht habe – und das ohne Überschallknall. Ich erreiche Havelberg, wieder eine Hansestadt, und das mit dem Berg ist ernstgemeint: meine erste 6%-Steigung erwartet mich, allerdings nur für 50 Meter. Das ist zu schaffen.

In den durchfahrenen Städten fallen mir die monumentalen Kirchengebäude auf, die für den Rest der Bebauung schlicht als überkandidelt durchgehen. Allerdings sind sie damit schon von Weitem sichtbar und das war in der navilosen Zeit ihrer Errichtung für die Orientierung sicher von Vorteil.

Die restliche Fahrt verläuft ohne weitere Anstrengung, wenn nur der nervige Gegenwind nicht wäre. So freue ich mich über jede Waldstrecke, Bahndämme oder Häuserreihen, die ein wenig Windschutz bieten. Überhaupt hat das Fahren durch Wälder seinen eigenen Reiz: die frischere Luft, der Duft von Nadelgrün und das flirrende Licht, das durch die Baumwipfel dringt, sind sowohl optisch wie olfaktorisch eine willkommene Abwechslung zu Gülledung und linealgezogenen Feldern.

Nach Zernitz-Bahnhof wechsele ich mit Erreichen der Kreisgrenze von Ostprignitz-Ruppin auch das Bundesland, verlasse Sachsen-Anhalt und erreiche Brandenburg. Damit bin ich heute durch drei Bundesländer gefahren. Das sollte auch genügen. An Kyritz vorbei gelange ich auf die B 5, die mich die letzten sechs Kilometer nach Wusterhausen bringt. Dort erwarten mich Christian Kontny und Hans Schulz von der Gemeinschaft »Fuchsbau«, die dieses Jahr noch ihr zehnjähriges Bestehen feiern wird. Außerdem sind der stellvertretende Landesvorsitzende Gerhardt »Tully« Thulcke und Monika Braunhart aus Berlin angereist, um mich an meinem ersten Etappenziel in Berlin-Brandenburg zu begrüßen.

Ich werde in einer Pilgerunterkunft der Kirchgemeinde untergebracht, muss dazu aber kein Büßergewand anlegen. Morgen geht die Fahrt weiter zu Mäusschen an den Standtrand von Berlin.

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